Institut für Humangenetik

Universität Göttingen

  letzte Änderung:

01.03.2002

 
       
       
   

Arbeitsgruppe Dr. J. Neesen

 
    Heinrich-Düker-Weg 12

D-37073 Göttingen

Tel.: 0551/397598 // Fax: 0551/399303 // email: jneesen@gwdg.de


Diagnostik

Forschung
Spastische Spinalparalyse Typ 4 Dynein-Motorproteine

Diagnostik

Spastische Spinalparalyse Typ 4

Bei den hereditären spastischen Spinalparalysen handelt es sich um eine heterogene Gruppe neurodegenerativen Erkrankungen, die durch eine progrediente Spastik der unteren Extremitäten und eine Gangstörung gekennzeichnet ist. Die Erkrankung kann im Kindes- oder Erwachsenenalter auftreten.

Wir bieten die molekulargenetische Untersuchung der häufigsten autosomal dominant erblichen Form der spastischen Spinalparalyse, der SPG-4, differentialdiagnostisch und präklinisch an. Dafür benötigen wir ca 10 ml EDTA-Blut der Probanden. Die Blutprobe kann auf dem normalen Postweg verschickt werden. Die Untersuchungsdauer beträgt ca. 4-6 Monate. Vor Einsendung einer Blutprobe bitten wir telefonisch oder per Email mit uns Kontakt aufzunehmen.

Außerdem benötigen wir klinische Angaben von jedem Patienten, bei dem eine molekulargenetische Diagnostik durchgeführt werden soll und bitten daher, uns zusammen mit der Blutprobe den folgenden Fragebogen ausgefüllt zuzusenden.

Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier. (link zum Infoblatt)

Forschung

Molekulare Analyse von Dynein-Motorproteinen

Störungen der Beweglichkeit von Cilien und Flagellen ist die Ursache verschiedener menschlicher Erkrankungen. Für die Bewegungsfähigkeit dieser Organellen nimmt das Axonem mit seiner 9+2 Struktur eine zentrale Stellung ein. Es setzt aus mehr als 250 verschiedenen Proteinen zusammen und durchzieht das gesamte Cilium bzw. den gesamten Spermienschwanz. In regelmäßigen Abständen sind die inneren und die äußeren Dyneinarme an die A-Tubuli der äußeren Mikrotubulidubletten des Axonems angeheftet. Unter Verbrauch von ATP bewerkstelligen die Dyneinarme ein Aneinandergleiten der Mikrotubuli und somit letztendlich die Bewegung von Cilien und Flagellen.

Je nach Spezies setzt sich ein Dyneinarm aus 2 oder 3schweren Ketten zusammen. Hierbei handelt es sich um Proteine mit Molekulargewichten von mehr als 450 kDa, sie tragen die eigentliche Motordomäne. Neben den schweren Ketten enthält der Komplex noch 2-4 mittlere Ketten und eine Anzahl von leichten Ketten, die vermutlich bei der Regulation und beim Zusammenbau der Komplexe eine Rolle spielen.

Die Funktion axonemaler Dynein-Gene ist im Säuger wenig untersucht. Wir haben daher verschiedene Dynein-Gene kloniert und begonnen sie molekular zu analysieren. Durch die Erzeugung Dynein-defizienter Mäuse wollen wir die Funktion einzelner Gene untersuchen und ihre mögliche Rolle bei der Entstehung menschlicher Erkrankungen aufklären.

Veröffentlichte Ergebnisse sind der Publikationsliste zu entnehmen.


Seitenanfang und Überblick

 
       
    Webmaster